
Drei Brüder, eine Handschrift
Drei Brüder, ein Weingut und eine klare Handschrift: In der aktuellen Ausgabe unserer Espresso Talks war Hannes Reinisch vom Weingut Familie Reinisch zu Gast. Ein Gespräch über Reibung als Qualitätsfaktor, Herkunft als oberstes Prinzip und warum echte Regionalität in der Gastronomie heute mehr denn je zählt.
Reibung, die Energie schafft
Drei Brüder bedeuten unterschiedliche Zugänge – und genau das ist gewollt. Stilfragen und Entscheidungen werden in der Familie diskutiert. Für Hannes Reinisch ist das ein zentraler Qualitätsfaktor: „Gott sei Dank gibt es Reibungen – jede Reibung erzeugt Energie.“ Bevor ein Wein abgefüllt wird, muss die gesamte Familie zustimmen. Erst wenn Einigkeit herrscht, passt das Ergebnis.
Die nächste Generation denkt bereits mit
Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern. Für das Weingut bedeutet das neue Ideen, neue Perspektiven und gleichzeitig Verantwortung. Für Hannes Reinisch ist klar: „Ein riesiges Glück, dass die nächste Generation das weiterführen möchte.“ Wohin die Reise geht, wird sich zeigen. Die Basis stimmt.
Echtes Thermenregion Original
Auf die Frage nach dem Stil fällt die Antwort eindeutig aus: Thermenregion Original. Auch wenn Pinot Noir und Chardonnay international interpretiert werden könnten, bleibt die Herkunft bei Weinen vom Weingut Johanneshof Reinisch immer spürbar.
Neben St. Laurent, Pinot Noir und Chardonnay spielen Zierfandler und Rotgipfler eine besondere Rolle. Der Reiz liegt für Reinisch klar in der Einzigartigkeit: „Rotgipfler und Zierfandler gibt es nur bei uns – damit hast du ein Alleinstellungsmerkmal auf der ganzen Welt.“ Gerade für die Gastronomie sind solche Weine starke Identitätsträger auf der Karte.

Gott sei Dank gibt es Reibungen – jede Reibung erzeugt Energie.
Gott sei Dank gibt es Reibungen – jede Reibung erzeugt Energie.
Gott sei Dank gibt es Reibungen – jede Reibung erzeugt Energie.
Gott sei Dank gibt es Reibungen – jede Reibung erzeugt Energie.
Veränderungen werden begrüßt
Der Spagat zwischen internationalen Klassikern und regionalen Spezialitäten gelingt durch konsequente Weingartenarbeit. Die Reben werden dort kultiviert, wo sie ihr größtes Potenzial entfalten können.
Seit 2013 arbeitet das Weingut biologisch. Hat sich der Stil verändert? Ganz klar: ja. Aber nicht, wegen der Umstellung auf Bio, sondern weil sich Menschen, Geschmäcker und Zugänge verändern. Wein ist für die Familie Reinisch kein statisches Produkt, sondern entwickelt sich mit den Menschen dahinter weiter.
Runde Sache
Mit dem eigenen Gasthaus „Thomas“ ist die Familie Reinisch auch Gastgeber geworden. Food Pairing spielt dort eine zentrale Rolle. Ein Beispiel: Zierfandler als idealer Begleiter zu Beef Tartar. Wein wird hier nicht isoliert gedacht, sondern als Teil des Gesamterlebnisses. Der perfekte Ansatz für moderne Gastronomie.
Privat genießt die Familie Reinisch Pinot Noir aus aller Welt. „Egal woher er kommt, wichtig ist, dass er gut ist“ so Hannes Reinisch.
Über das Weingut Familie Reinisch
Die Familie Reinisch bewirtschaftet in vierter Generation rund 40 Hektar Rebland in den traditionsreichen Weinbauorten Tattendorf und Gumpoldskirchen im Weinbaugebiet Thermenregion. Vom Anfang im Jahr 1923 mit nur einem halben Hektar bis zum heutigen modernen Betrieb mit weitläufigem Fasskeller und zeitgemäßer Kellertechnik wurde der Weinausbau kontinuierlich professionalisiert. Die Familie setzt auf Wein mit Individualität und klarem Profil, der „zu uns und unserem Land passt“. Die vielfältigen Terroirs und die besondere Bodenstruktur der Region geben den Rebsorten wie Pinot Noir, St. Laurent, Chardonnay, Rotgipfler und Zierfandler ihre unverwechselbare Ausdruckskraft.


